Farbkontrast prüfen
Was du unbedingt beachten solltest
Viele moderne Webseiten setzen auf ein harmonisches, smoothes Design – doch dabei geht die Lesbarkeit häufig verloren. Das kann Folgen haben: Einige Menschen können die Inhalte kaum oder gar nicht erfassen, die Bedienung wird schwieriger, und schlimmstenfalls springen Besucher:innen ab.
Barrierefreiheit ist nicht nur eine Frage der Inklusion...
...sondern auch wirtschaftlich wichtig. Die beste Lesbarkeit bietet schwarze Schrift auf weißem Hintergrund (oder umgekehrt). Aber selbst nach den strengsten WCAG-Kriterien bleibt genug Spielraum für dein individuelles, einprägsames und modernes Webdesignkonzept.
Für wen ist eigentlich Barrierefreiheit?
Für alle! Neben Kontrastwerten spielt auch Farbenfehlsichtigkeit eine Rolle. Etwa 9% der Männer und 0,5% der Frauen haben eine Rot-Grün-Sehschwäche. Sie können Rot und Grün nur schwer unterscheiden.
Seltener sind Blau-Gelb-Schwächen oder komplette Farbenblindheit. Zum Glück gibt es Tools, mit denen du dein Design für verschiedene Sehbeeinträchtigungen prüfen kannst. So stellst du sicher, dass deine Webseite für alle gut nutzbar ist.
Auch Menschen mit gesunden Augen empfinden Rot-Grün-Kontraste oft als anstrengend. Wenn beide Farben die gleiche Helligkeit haben, kann es sogar zu einem flimmernden Effekt kommen. Deshalb sollten Komplementärkontraste sparsam und gezielt eingesetzt werden, da sie schnell als unangenehm wirken.
Mein Tipp: Bei heller Schrift auf dunklem Hintergrund kann es hilfreich sein, die Buchstaben etwas weiter auseinanderzusetzen – so wird der Text leichter lesbar.
Nutze dein barrierefreies Farbkonzept richtig
Ein barrierefreies Farbkonzept reicht nicht aus – es muss auch richtig angewendet werden. Farben sollten nie die einzige Informationsquelle sein.
Beispiel: In Formularen wird oft Grün für gültige und Rot für ungültige Eingaben genutzt. Das ist sinnvoll, aber ohne zusätzliche Textmeldungen oder Informationen für Menschen mit Farbenfehlsichtigkeit häufig schwer bis gar nicht erkennbar. Besonders knifflig sind Diagramme: wenn die Legende nur über Farben funktioniert, ist das nicht barrierefrei.
Mein Tipp: Elemente direkt beschriften oder mit verschiedenen Symbolen oder grafischen Elementen wie Kreisen, Quadraten oder Dreiecken ergänzen. So bleibt die Information für alle zugänglich.
So machst du deine Webseite gut lesbar
Viele Webseiten sehen schön aus, aber sind schwer zu lesen. Manche Menschen können Texte dann nicht verstehen. Das ist ein Problem.
Gute Lesbarkeit hilft allen.
Texte müssen gut erkennbar sein. Am besten ist schwarze Schrift auf weißem Hintergrund. Aber auch andere Farben sind möglich.
Wer braucht das?
Alle! Manche Menschen können Rot und Grün nicht gut erkennen. Andere sehen Blau und Gelb schlecht. Einige können gar keine Farben unterscheiden. Es gibt Tools, um deine Webseite zu testen.
Auch für gesunde Augen sind manche Farben anstrengend. Rot und Grün zusammen können flimmern. Deshalb solltest du starke Farbkontraste nur selten nutzen.
Mein Tipp: Helle Schrift auf dunklem Hintergrund? Setze die Buchstaben weiter auseinander. Dann ist der Text leichter zu lesen.
Farben allein reichen nicht
Farben sollten nicht die einzige Information sein.
Beispiel: In Formularen zeigt Grün oft „richtig“ und Rot „falsch“. Aber nicht alle Menschen können das erkennen. Auch in Diagrammen helfen Farben nicht jedem.
Mein Tipp: Nutze Symbole oder schreibe eine kurze Erklärung dazu. So versteht jeder die Infos.